Projekt
Hauptstraße HS 51
Jahr
2024
Typ
Wohnen
Status
Realisiert
Größe
L
Leistungsmodell / -Phasen
Generalplaner

Aus der sensiblen Beobachtung der Umgebung erwuchs ein Projekt, das Geschichte und Gegenwart in einen architektonischen Dialog setzt. Inspiriert vom Zauber historischer Villen und der Anmut des Schlosses Laudon entsteht mit HS51 ein Ort, an dem Natur und Baukunst in harmonischem Einklang verschmelzen.

Ein liebevoll gestalteter Gartenhof bildet das Herzstück – ein verbindendes Element, das Raum für Begegnung, Ruhe und eine zeitlose Atmosphäre schafft.

Projekt Info

MitarbeiterInnen: Americo da Silva (PL), Stephan Köllinger, Christopher Leibl,  Marco Macrelli, Christoph Bruser (Bautechnik)

Auftraggeber: Lofty HS 51 Projektentwicklungs GmbH

Team: GSB Ges.m.H. (Tragwerksplanung), BmH – Baumanagement Hofbauer GmbH (ÖBA), GPS Projekt GmbH (Bau KG), Dipl.-Ing. Hubert Reiss Ingenieurkonsulent (Bauphysik)

Renderings: Janusch

Fotografie: Tanja Hofer

Im Zentrum des Entwurfs stand die präzise gesetzte Idee eines Gartenhofs, der als räumliches Bindeglied zwischen dem Bestand und dem Neubau fungiert. Als grünes Herzstück des Ensembles verbindet er nicht nur funktional, sondern auch atmosphärisch – schafft Übergänge, Sichtbezüge und eine natürliche Durchlüftung des städtischen Gefüges.

Die Architektur wird hier zum Vermittler zwischen Innenraum und Natur, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Gartenhof ist nicht Kulisse, sondern aktiver Teil des täglichen Wohnens – ein Ort der Ruhe, der Begegnung und des sinnlichen Erlebens im urbanen Kontext.

Die Fassade wurde als wesentliches Ausdrucksmittel der architektonischen Idee konzipiert – als vermittelnde Schicht zwischen Gebäude und städtebaulichem Kontext. Inspiriert von den Materialien und Texturen des nahegelegenen Schlosses Laudon, übersetzt sie historische Elemente in eine zeitgenössische Formsprache.

Durch die fein abgestimmte Materialwahl, dezente Farbnuancen und ein bewusst gesetztes Relief entsteht eine ästhetische Kontinuität, die über das rein Visuelle hinausgeht. Die Fassade verankert das Gebäude subtil im historischen Gefüge des Bezirks und schafft zugleich eine selbstbewusste Identität, die zwischen Tradition und Gegenwart vermittelt.

Der Neubau setzt sich aus zwei klar definierten Volumen zusammen, die im Zusammenspiel eine eigenständige architektonische Sprache entwickeln. Das kompakte, geschlossene Hauptvolumen steht für eine ruhige, zeitgenössische Formensprache – reduziert, klar und kraftvoll in seiner Präsenz.

Dem gegenüber steht eine zweite, grüne Schicht: ein filigraner, bepflanzter Rahmen, der sich wie ein durchlässiger Filter um das Bauvolumen legt. Dieser „grüne Käfig“ fungiert als vermittelnde Zone zwischen privatem Innenraum und öffentlichem Außenraum und reagiert sensibel auf die Maßstäblichkeit und Atmosphäre des städtischen Kontexts. So entsteht ein spannungsvolles Nebeneinander von Massivität und Leichtigkeit, von Rückzug und Offenheit – eine architektonische Komposition, die den Neubau selbstverständlich in seine Umgebung einbettet, ohne dabei an Ausdruckskraft zu verlieren.

Grundriss 2.Obergeschoss

Grundriss Dachgeschoss