Projekt
IDSA Linz
Jahr
2023
Typ
Bildung
Status
Wettbewerb
Größe
XL
Leistungsmodell / -Phasen
Generalplaner

Zwischen Wald, Wind und Wissen wächst ein Campus, der nicht nur gebaut, sondern erzählt ist. Hier verschmelzen Höhenlinien mit Visionen, Räume mit Rhythmen – ein lebendiger Stadtraum, der atmet, verbindet und sich mit der Landschaft entfaltet.

Drei klar gesetzte Baukörper folgen dem natürlichen Gefälle und den Windrichtungen des Geländes und definieren gemeinsam ein offenes, durchgrüntes Raumgefüge. Zwischen ihnen entsteht ein zentraler Grünraum – ein landschaftlicher Korridor, der die Gebäude miteinander verbindet, an den historischen Schlosspark anknüpft und die oberirdische Bebauung minimiert. Die Architektur denkt in Phasen: ein flexibles, modulares System erlaubt es, die Bauten schrittweise zu realisieren – ohne bestehende Funktionen zu beeinträchtigen. So wird Städtebau nicht nur als Struktur gedacht, sondern als atmender Raum, der Bewegung, Begegnung und Wachstum ermöglicht.

Projekt Info

Auftragsart: EU-weit offener, zweistufiger, anonymer Realisierungswettbewerb

Auftraggeber: BIG - Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

MitarbeiterInnen: Marco Macrelli, Iva Shokoska

Team: Mischek (Bauphysik, Brandschutz Tragwerksplanung, TGA)

Modellbau: Scalamatta

Der Entwurf antwortet auf das natürliche Gefälle des Geländes und entwickelt daraus eine Architektur, die sich harmonisch in den Ort einfügt. Drei Baukörper gliedern das Gelände und orientieren sich an den vorherrschenden Windrichtungen. Unterhalb der Volumen liegen Sonderfunktionen wie Studios, Werkstätten und Seminarräume, die unterschiedliche Raumhöhen benötigen. Maßstab und Setzung nehmen Rücksicht auf die bestehende Struktur des Campus – die neue Architektur reagiert auf Atmosphäre, Nachbarschaft und das übergeordnete Gefüge der Johannes Kepler Universität. Ein dynamischer Rasenplatz bietet flexiblen Erholungsraum, während ein geschützter Bereich für ruhige Aktivitäten wie Lesen vorgesehen ist. 

Die drei Baukörper schaffen auf unterschiedlichen Ebenen Plätze der Ankunft, Begegnung und Orientierung – geschützt, klar definiert und offen zum Campus hin. Die Gebäude reagieren sensibel auf Wind, Sichtbezüge und Maßstäblichkeit: mit geschlossenen Fassaden nach außen, durchlässigen Platzsituationen nach innen und einer grünen Hülle, die zwischen Landschaft und Nutzung vermittelt. Die vertikale Erschließung ist großzügig, die Wege folgen dem natürlichen Gelände – ob über Rampen, Brücken oder Treppen. So entsteht ein fein abgestimmtes Gefüge, das Funktionalität, Aufenthaltsqualität und architektonischen Ausdruck miteinander verbindet.