
Städtebau im Dialog mit dem Ort
Inmitten einer vielschichtigen städtischen Umgebung antwortet unser Entwurf nicht mit Vereinheitlichung, sondern mit Vielfalt. Aus der Differenz der Kontexte entsteht ein lebendiges Gefüge: lineare Baukörper, markante Hochpunkte und frei gesetzte Punkthäuser verweben sich zu einem Ensemble, das den Ort nicht nur ergänzt, sondern weiterdenkt. Im Norden wird der Bestand respektvoll transformiert – durch eine maßvolle Aufstockung, die Geschichte spürbar lässt. Im Süden hingegen greift der Entwurf die feinkörnige Struktur der Einfamilienhäuser auf und vermittelt sanft zwischen Maßstäben, Dichten und Atmosphären. So entsteht ein Quartier, das nicht trennt, sondern verbindet – durch Rücksicht, Charakter und Weitsicht. Im Herzen des Quartiers spannt sich ein grünes Band – offen, durchlässig und voller Leben. Eine zentrale Achse verbindet Orte der Begegnung, der Bewegung und der Ruhe: Spielbereiche, Urban-Gardening-Zonen und schattige Aufenthaltsräume fügen sich zu einer Landschaft der Möglichkeiten. Ihr Ziel ist eine lebendige Piazza, flankiert von Glashäusern und gemeinschaftlich genutzten Flächen – ein sozialer Knotenpunkt, der Austausch fördert und Gemeinschaft wachsen lässt.
Die Freiräume sind fein abgestuft: öffentlich, halbprivat, intim. Bestehende Bäume wurden behutsam eingebunden, als Zeitzeugen und Schattenspender. Entlang der Münchner Bundesstraße bildet eine üppig begrünte Fassade nicht nur einen Filter zur Stadt, sondern öffnet zugleich ein Fenster ins Grüne – zum stillen Herzen des Quartiers.






