Projekt
TIC TAC TOE PLUS
Jahr
2025
Typ
Wohnen
Status
Wettbewerb
Größe
XL
Leistungsmodell / -Phasen
Generalplaner

Das klare Grundschema – ein flexibles Raster aus vier Stadthäusern, Gewerbe und einem zentralen Kindergarten – wird durch differenzierte Gartenebenen, Blickbeziehungen und fließende Übergänge aufgeladen. Arbeiten, Wohnen, Bildung und Freiraum sind hier nicht nur koexistierend, sondern räumlich und programmatisch verflochten – vertikal, horizontal und sozial. In Verbindung mit einem integrativen, nahezu autarken Energiekonzept entsteht ein Quartier, das über seine Maßstäblichkeit hinaus wirkt: robust, wandelbar, klimaresilient – ein Prototyp für urbane Lebensqualität der nächsten Generation.

Projekt Info

Auftragsart: Geladener Realisierungswettbewerb

Bauträger: EGW Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH

ARGE: b18 Architekten 

MitarbeiterInnen: Marco Macrelli, Iva Shokoska, Mediha Kilic - Karagöz

Team: YEWO (Landschaftsplanung),  gbd (Tragwerksplanung), VASKO + PARTNER (Brandschutz), iC Consulenten (Simulation & Bauphysik) 

Der natürlichen Topografie folgend werden die unterschiedlichen Ebenen genutzt, um neue interessante Standpunkte und Verweilqualität zu schaffen, hier ist es nicht einfach flach hier spielt es sich ab. Ohne die Prinzipien der klaren Blockkanten zu verlassen, werden gezielt Öffnungen und Gebäudebewegungen gesetzt. Es gibt keine dunklen Innenecken, sondern freie Sicht und attraktive Aus- und Einblicke. Dies schafft Sicherheit und damit Behaglichkeit.

Das dynamische Gewerbe erhält seine Bestimmung im Erdgeschoss mit flexiblen Einheiten und Öffnung zu den verkehrszugewandten Zonen wie der Sonnenallee. Der Kindergarten wird auf die grüne Seite und verkehrsfreien Zone beim Park gelegt. Die Gruppenräume öffnen sich zum Gartenhof und zur „grünen Saite“. Arbeiten und Wohnen erhält seinen Platz an der Quartiersstraße, hier lässt sich der vorhandene Vorgarten am besten nutzen. 

Das große Potential des Areals besteht in der Terrassierung des Geländes, die in der gesamten Planung eine einzigartige Rolle spielt. Die verschiedenen Terrassen, die dazu beitragen, den öffentlichen, halböffentlichen und halb-privaten Raum klarer zu definieren, schaffen verschiedene grüne Nischen mit besonderen Ausblicken. Den Besuchenden eröffnen sich unterschiedliche Blickwinkel mit einem attraktiven Programm. Ob zum Spielen, Gärtnern, Entspannen oder Treffen, für alle ist etwas dabei. Die dritte und vierte private Terrasse dient als Gemeinschaftsterrasse mit Hochbeeten, Bänken, Grüninseln und ist teilweise geschützt durch eine Pergola mit Photovoltaikanlage.

Diese Terrassen sind wiederum durch eine begrünte Treppe miteinander verbunden. Auf den ersten Blick erinnert diese natürliche Verbindung an einen „grünen Wasserfall“, bei dem das Grün von der obersten Terrasse bis in das grüne Herz des Hofes, dem Freiraum des Kindergartens, fällt.

Der Entwurf greift die vorhandene Topografie nicht nur auf, sondern nutzt sie als strukturgebenden Impuls: Es entsteht ein kraftvoller, dreidimensional gegliederter Stadtbaustein, der urbane Dichte mit landschaftlicher Offenheit verbindet.

Christian KrakoraGF, b18 Architekten 

Lageplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Regelgeschoss